Nicht mit uns:

"Die parasitäre Funktion der Presse ist die Ablenkung vom Wesentlichen, die längst zur Hauptfunktion geworden ist." (Peter Sloterdijk)
Posts mit dem Label Planung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Planung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 11. April 2020

Merkwürdige Distanzierung - Schlag auf Schlag?

Verabschiedet sich DIE LINKE.Meißen von ihrer Präsenz im Blätterwald?

Ab jetzt ohne Kreis Meißen?

Mit großem Tamtam und fast platzend vor Eifer und Begeisterung ...

... feiert so mancher im Sofa gestählte Funktionär im Kreis Meißen mit Nr. 3/2020 die erste Augabe ohne Kreisseite von Meißen.

Eherne Grundsätze der neuen  Öffentlichkeitsarbeit ...

... hatte bereits im Januar der Kreisvorstand umfassend beschrieben:
Ein drängendes Problem des Kreisverbandes war die bisherige Öffentlichkeitsarbeit, die nun in einem neuen Team aus maximal acht Mitgliedern organisiert wird. Für die Mitarbeit in diesem Team meldeten sich bereits fünf Vorstandsmitglieder.
Zur offensichtlich schwer problembelasteten  "bisherigen Öffentlicheitsarbeit" gehörte  seit 2018 das stetige Erscheinen einer Kreisseite für Meißen in der Landeszeitung. So konnte das ganz klar nicht weiter gehen.
Unter Aufbietung dieser fünf - "maximal aber acht" Kräfte ist es nun gelungen, von Januar  bis März - keine Kreisseite zu erstellen. Ein schöner Erfolg konsequenter politischer Führungsarbeit?
So macht man das natürlich nicht:
Im Kaufland Gründonnerstag 2020

Gewähltere Parteien ...

... nutzen das  verderbte Pressewesen, nicht ihre Mitglieder sondern den Bürger Normalwähler anzusprechen. Wie hier im Kaufland vor Ostern (Bild rechts).
Dieses unmoralische Buhlen um öffentliche Aufmerksamkeit und Wählerstimmen lehnt DIE LINKE natürlich grundsätzlich ab.

Kurt Tucholsky 1930: 

Wat brauchst du Jrundsätze“, sacht er, „wenn du’n Apparat hast!“ Und da hat der Mann janz recht. Ick werde wahrscheinlich diese Pachtei wähln – es is so ein beruhjendes Jefiehl. Man tut wat for de Revolutzjon, aber man weeß janz jenau: mit diese Pachtei kommt se nich. …

Landesgeschäftsführerin 2020:

Liebe Genoss*innen,

im Anhang erhaltet ihr die neue Ausgabe unserer Landeszeitung. Zusätzlich findet ihr die aktuelle Ausgabe sowie das Archiv der vorangegangenen Ausgaben auch auf unserer Homepage:
https://sachsens-linke.de

Solltet ihr die Printversion der Zeitung bestellt haben, bekommt ihr diese in den nächsten Tagen per Post. Solltet ihr die Zeitung nicht mehr
als Digitalabo erhalten wollen, Antwortet bitte einfach entsprechend auf diese Email.

Freitag, 15. Januar 2016

Nur vier Zeitungen im Jahr? Ist das nicht entsetzlich?

Ja - das ist - nicht entsetzlich.

Eine etwas ältere Zeitung
Warum sollte es auch?

  1. Eine Vierteljahresschrift ist überschaubar. Es lohnt sich, sie gut und solide zu machen. Kluge Leser werden das zu schätzen wissen.
  2. Eine Vierteljahresschrift steht nicht im Verdacht, tagesaktuell sein zu wollen. Eben darum kann ihr kein Scheitern in dieser Kunst vorgeworfen werden. Allerdings darf der Leser erwarten, daß an jeder Ausgabe ein Vierteljahr ernsthaft gearbeitet wurde. Zeitnot ist keine Entschuldigung mehr. Berichte aus der Kreispolitik sollten dann aber auch über das Vierteljahr hinaus, in dem sie entstanden sind, relevant bleiben. Das wird sich wohl machen lassen.
  3. Eine Vierteljahresschrift ist in weiten Teilen planbar. Wer sich im Mai nicht darüber klar ist, daß die übernächste Ausgabe zu Weihnachten auf dem Tisch liegt, sollte etwas anderes machen, als diese Zeitung.
  4. Gewählt wird üblicherweise im Abstand von vier Jahren. Es kann also sofort nach einer Bundestagswahl - vielleicht sogar auf der Titelseite - heruntergezählt werden: “Noch 16 Ausgaben bis zur Bundestagswahl.” usw. Oder Landtagswahl, oder Kreistag. Kommt darauf an, wen die Zeitung auf Trab halten will. Allemal besser, als im Schweinsgalopp durch den Wahlkampf. Wähler verliert - oder gewinnt - man langfristig.